Biografie
Arjuna Raphaël Pinel, (hatte früher den Künstlernamen Raphaël Mélik) ist 1975 in einer musikalischen Familie in Cherbourg, Normandie, aufgewachsen und war früh von der irischen und französischen traditionellen Musik inspiriert. Als Kind ist er mit seinem Vater, einem Geiger nach Irland gereist und durfte schon mit 12 vorm Publikum mit seinem Vater auf der Straße spielen.
Durch diese Erfahrung hat er einen starken Selbstgefühl und einen freien entspannten Umgang mit dem Publikum gewonnen, da er feststehen konnte, dass man vor dem Publikum einfach sich selbst sein kann, und sich wagen kann, mit Spontaneität zu experimentieren, und immer was Neues ausprobieren.
Zuerst lernt er die Tin-Whistle, die Irische Flöte, spielt nebenbei ein bißchen Klavier und afrikanische Trommel. Mit 14 fängt er an auf einer kleinen Harfe, was sein Vater gebaut hat, Irische Melodien zu spielen. Der Klang gefällt ihm: er will einfach Harfe lernen. Sein Vater kauft ihm eine "richtige" keltische Harfe und er lernt durch Workshops mit der Harfenlehrerin Anne-Marie Jan in der Bretagne. Er fängt bald, eigene Kompositionen zu schreiben. Parallel fängt er an, sich selber das Konzertina beizubringen.
Nach seinem Abitur zieht er nach Rennes (Bretagne), um dort regelmäßig Harfenunterricht zu nehmen. Von 1993-1996 studiert er Musik an der Universität zu Rennes und bekommt dort ein DEUG (Diplôme d'Études Universitaires Générales), einen Musikdiplom.
Durch seine Begabung für Improvisation und seine große musikalische Neugier, entfernt er sich von der reiner irischen Tradition und öffnet er sich für weitere Musikrichtungen: Jazz, Lateinamerikanische Musik, Balkan und orientalische Musik. Er nimmt Unterricht in Jazz-Klavier und -Harmonie, spielt in einer brasilianischen Batucada (Percussion-Ensemble), besucht Rhythmus-Masterclasses mit Shyamal Maitra, einem Indischen Percussion-Meister und anderen Meister. Er lernt die Jazz-Improvisation mit dem Andy Emler Megaoctet.
Er ist von den asymetrischen Balkan und orientalischen Rhythmen begeistert, die er in seinen Eigenkompositionen integriert.
Keltische Melodien tanzen im Rendez-Vous mit französischen Chansons auf modernen Jazz-Harmonien.
1994 gewinnt er den 1. Preis in Improvisation auf der keltischen Harfe beim Kan Ar Bobl internationalen Musikwettbewerb.
1997-2000 zieht er nach Montreal, Kanada, wo er 1998 mit 22 seine erste solo CD aufnimmt:
Harpyromane. Er tritt mit der Sängerin Suzy Tremblay (Lieder auf Latein) auf und spielt bei irischen Sessions und für irischen Tanz-performances.
2001 zieht er wegen einer Liebesgeschichte (die 1 Monat nach dem Umzug schon vorbei war) nach Köln, wo er anfängt, viele Solokonzerte mit seinen eigenen Kompositionen zu geben.
Er hat viel Erfolg und muss 2004 seine 1. CD nachpressen lassen.
Er gründet 2002 das Duo und später Trio Melido mit dem Jazz-Gitaristen Frank Does und dem Percussionisten Boris Becker. Sie spielen u.a. mehrmals beim Hürther JazzNacht Festival und veröffentlichen 2008 ihre erste CD, "Pontan".
Arjuna Raphaël Pinel spielt auch mit anderen Formationen, mit dem Jazz-Violinisten Alexander Meyen, dem Trompeter Tansen Edmund Held, der band Yatra um den Gitaristen und Komponisten Peter Kühnel. Er begleitet den Märchenerzähler Jens Gottschalk und die Dortmunder Erzählerin
Daria Nitschke, tritt u.A. auf der Märchenwoche in Düsseldorf.
2003 nimmt er in Montreal mit kanadischen Musikern seine 2. beeindruckvollen solo CD, Résolution, die erst in September 2009 herausgebracht wird.
2005-2009 zieht er zu der kreativen künstlerischen und spirituellen Community Open Sky House bei Köln. Dort bekommt er seinen Namen "Arjuna", der in der indischen Mythologie einen mächtigern Krieger ist, der die Weisheit des Lebens von dem Gott Krishna lernt.
Zwischen 2006 und 2009 reist er viel mal nach Indien, wo er Musiker trifft, indische Mantren lernt und sich von der Stille der Meditation und der Kraft des von den Indern verehrten Berg Arunachala inspirieren lässt.
2008 gibt er einen Musikimprovisations-Workshop beim summer arts festival bei Köln und unterrichtet Harfe und Klavier an der Musikschule Stern-Art in Leverkusen.
2009 ist er viel unterwegs (Indien, Finland, Portugal, Spanien, Italien, Deutschland) und spielt auf mehreren Festivals: er begleitet die Tänze beim Skiing
on Skin Contact Improvisationsfestival in Finland, und beim Oster Impro Festival in Göttingen, beim Healing Heart Festival bei Uelzen. Er genießt es, eine Synergie zwischen Tanz und Musik zu kreieren.
Er zieht für ein paar Monaten nach Finland, wo er Konzerte gibt, Tanztherapien Workshops begleitet und eigene Workshops mit Musik und Tanz zusammen mit der Tänzerin Deva Chintana kreiert:
www.heartspace.nu. Er genießt außerdem die Schönheit der Seen und der finnischen Sprache.
In November 2009 zieht er zurück nach Deutschland, und zwar nach Bonn, wo er zusammen mit dem Cellisten Shakya einen Tonstudio baut. Arjuna und Shakya haben bereits eine wunderschöne meditative CD mit Harfe und Cello, "Silent Breeze" aufgenommen, die Ende März 2010 zu kaufen wird.
2010 wird er wieder auf dem Oster Impro Festival in Göttingen spielen, und hoffentlich viele Konzerte in Finnland, Deutschland und ganz Europa geben.
|